Selbstannahme

Körperschemastörung in der Essstörung (4/4) – 7 Wege zur Selbstannahme

Wie kann ich mich und meinen Körper annehmen lernen?

Das Thema bedingungslose Selbstannahme war so wichtig auf meinem Weg zur vollständigen Recovery. Solange ich meinen Körper kontrollieren und verändern wollte, solange konnte ich auch die Essstörung nicht loslassen.

Zu lernen, mit Nachsicht am Spiegel vorbeizulaufen, ohne mir in Gedanken einen bösen Kommentar oder auch nur einen bösen Blick zuzuwerfen, war einer der Schlüssel zur Heilung und hat mich so viel glücklicher gemacht. Jedes Mal nämlich, wenn wir das tun, trainieren wir unser Gehirn darauf, dass das, was wir da im Spiegel sehen, etwas Schlechtes ist und unser negatives Selbstbild verfestigt sich.

Wir programmieren uns somit immer mehr zur Unzufriedenheit.
Ein gesundes Körperbild entsteht jedoch im Zusammenhang von Wohlbefinden und der Annahme unseres eigenen Körpers.

Ich möchte dir gern sieben Wege zeigen, die dir helfen können, dich und deinen Körper anzunehmen, genau so wie er gerade ist, denn du bist JETZT schon wundervoll, nicht erst bei einem bestimmten Gewicht oder Figurtyp.

7 Wege zur Selbstannahme

  1. Hör auf dich zu vergleichen!
    Es ist egal, ob du dich mit Influencern, Promis, deiner Nachbarin, deiner besten Freundin oder sogar mit dir selbst auf Bildern vergleichst. Höchstwahrscheinlich wirst du eher schlecht dabei wegkommen, weil wir Menschen dazu neigen eher unsere Mängel wahrzunehmen als unsere Stärken. Du bist absolut einzigartig und das ist ganz wundervoll!
  2. Medien Detox
    Schau dir deinen Instagram Feed an und dann stelle dir die folgenden Fragen: Welchen Leuten folge ich?
    Lassen mich die Postings gut oder schlecht über mich und meinen Körper denken und fühlen?
    Setze ich mich selbst unter Druck, weil ich auch so aussehen möchte?
    Promotet der/diejenige einen exzessiven Lebensstil rund um Essen, Fitness oder seinen Körper? Auch Accounts mit ständigen Vorher-Nachher-Postings, die ebenfalls wieder nur den Vergleich fördern, oder solche die ihre Körperpositivität mit Glitzernarben und Co. feiern, können dich unter Druck setzen. Der erste Schritt ist dich annehmen zu lernen, genau so wie DU bist. Und wenn du deine Cellulite (noch) nicht liebst, ist das vollkommen okay.
    → Entfolge diesen Accounts und unterbreche so das ständige (auch unterbewusst stattfindende) Vergleichen.
    Vermeide Fernsehsendungen, die sich um die Themen Schönheit und Äußerlichkeiten drehen.
    Lass Zeitschriften liegen, die zu 90 % aus Diät- oder Fitnesstipps bestehen und/oder Promis für ihre Gewichtszu- oder Abnahme  loben oder verspotten.
  3. Positive Vorbilder
    Wenn du weiter auf Social Media unterwegs bist, dann suche nach Accounts von Menschen, die eine positive Ausstrahlung haben, die vielleicht schon dort sind, wo du gern sein möchtest, die dich inspirieren und dir das Gefühl vermitteln okay zu sein, genau so wie du bist:
    Wo denkst du nicht einmal daran deinen Körper verändern zu wollen?
    Wer vermittelt dir ein Gefühl von Wohlbefinden, unabhängig von seinem Körper.
    Wer hat spannende Hobbys, Ansichten und postet über Dinge, die auch deinen Interessen entsprechen und nichts mit dem Körper zu tun haben?
    Wer interessiert dich als ganzer Mensch mit all seinen Gedanken?
    Was kannst du von diesen Menschen lernen?
  4. Entdecke dich selbst
    Kannst du dich an eine Zeit erinnern, in der du mit dir und deine Körper zufrieden warst?
    Wie warst du da?
    Was hast du gern gemacht?
    Welche Hobbys hattest du?
    Welche Träume und Ziele hattest du?
    Wie hast du deine Tage verbracht?
    Was sind deine Interessen, die nichts mit deinem Körper oder deinem Gewicht zu tun haben?
    Was hat dich als Kind begeistert? Welche Träume hattest du?
    Welche Werte sind dir wichtig?
    Wofür liebst du deine liebsten Bezugspersonen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht ihre Figur ist 😉
    Was lieben und schätzen deine liebsten Bezugspersonen an dir?
  5. Bringe deinen Fokus weg von deinem Körper – Körperneutralität
    Stoppe Bodychecking: Das sind alle körperbezogenen Verhaltensweisen, die zur Kontrolle deines Körpers dienen, z.B.: Wiegen, das Messen von Körperteilen, häufiges in den Spiegel schauen oder das Zusammenkneifen von Körperteilen wie dem Bauch oder den Schenkeln.
    Mir persönlich hat es sehr geholfen keinen Ganzkörperspiegel und keine Waage mehr zu besitzen. Sich nicht ständig mit sich selbst, seinem Aussehen und seinem Gewicht zu konfrontieren signalisiert unserem Gehirn, dass diese Information nicht wichtig ist und wir haben viel mehr Freiraum für die anderen schönen Dinge im Leben. 🙂
  6. Beschäftige dich mit “Health at every Size”
    Health at Every Size oder kurz HAES® ist ein gewichtsneutraler Ansatz für mehr Wohlbefinden und Gesundheit. Die drei Grundprinzipien von HAES sind Selbstakzeptanz, intuitive Ernährung und Bewegung aus Freude.
  7. Suche dir Unterstützung
    Das kann deine Familie, dein Freund oder deine Freundin, Gleichgesinnte auf demselben Weg wie du, oder auch ein Coach sein. Auch Podcasts oder Blogs können hilfreich sein, dir wichtige Impulse geben und dich motivieren 😊
    Hole dir alle Unterstützung, die du kriegen kannst, denn du verdienst es und gemeinsam ist es viel leichter.

Vielleicht hast du ja Lust, das ein oder andere auch einmal auszuprobieren. Ich kann dir nur sagen es lohnt sich. Hinterlasse mir gern einen Kommentar oder eine Anregung, was für dich gut funktioniert hat. 😊

Mit ein wenig Übung wird es dir mit der Zeit leichter fallen, dich so anzunehmen wie du bist und echte Zufriedenheit zu finden. Und mit dieser Zufriedenheit wird ein positiverer Blick auf dich als ganze Person möglich. Das wiederum zieht automatisch mehr Fülle und Positivität in dein Leben.

Auch ich unterstütze dich gern auf deinem Weg. Schreib mir und wir schauen in einem kostenlosen Kennenlerngespräch, was du brauchst.

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Romy Hörbe

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