7 Gründe, warum du keine Kalorien aufsparen solltest

Kalorien aufsparen in der Essstörung

Kalorien sind im Gegensatz zu Geld nichts, was du sparen und wie auf einer Bank lagern kannst. Du bekommst keine Zinsen dafür oder eine andersgeartete Belohnung. Vielleicht denkst du jetzt, deine Belohnung ist, dass du abends endlich alles essen darfst und für diese kurze Zeit stellt sich ein Gefühl von Freude und Freiheit ein. Doch worin besteht der Sinn, dich dafür vorsorglich den ganzen Tag hungern zu lassen?

Wann du auf Essen verzichtest, ist vollkommen egal. Irgendwann im Laufe des Tages bist du immer im Mangel. Möglicherweise fühlt es sich abends sicherer für dich an zu essen, weil du noch ein bestimmtes Kontingent an Kalorien „offen“ hast. Vielleicht hast du abends auch ein besseres Gefühl, weil du denkst, dass du dir dein Essen über den Tag „verdient“ hast.
Aber wie gesagt: Kalorien sind kein Geld, welches sich vermehrt, wenn man es aufspart, sondern etwas, was dir Energie gibt und dir dein Leben ermöglicht – Wenn du es dir erlaubst. Was ist das für ein Leben, in dem du den ganzen Tag schlapp, mit Food Focus, gereizt oder hangry unterwegs bist, nur um abends so viel wie möglich essen zu können? Dein Leben beginnt nicht erst abends, es findet im Moment statt. Und jeder Moment, in dem du an Essen denkst oder daran, wie viel du dich dafür noch bewegen musst, ist ein verlorener Moment, in dem du weder gedanklich noch mit vollem Herz, bei deinen geliebten Menschen oder dem schönen Ort bist.

Hier sind 7 Gründe, warum du keine Kalorien aufsparen solltest:

  • Verunsicherung
    Indem du die Bedürfnisse deines Körpers ignorierst, verunsicherst du ihn, denn er denkt, er befindet sich in einer Hungersnot. Das ist der einzig logische Grund für ihn, warum er kein Essen bekommt. Um dich zu beschützen, fährt er deinen Stoffwechsel herunter.
  • Food Focus/Mentaler Hunger
    Durch den Energiemangel kreisen deine Gedanken den ganzen Tag ums Essen. Anstatt im Moment zu sein, beschäftigst du dich hauptsächlich damit, wann du essen, was du essen, oder wieviel du essen darfst. Auch Beschäftigung mit Bewegung um essen zu dürfen ist ein Zeichen von mentalem Hunger.
  • Du bist abends so ausgehungert, dass du einen Essanfall inkl. Schuldgefühlen bekommst.
    Dein Pendel schwingt immer zwischen den Extremen hin und her: Extrem hungrig – extrem satt. Eine regelmäßige Essensroutine zu entwickeln fällt dadurch schwer, weil du morgens noch satt vom vielen Essen abends bist. Ein neuer Tag im Kreislauf beginnt, den du nur unterbrechen kannst, wenn du dir erlaubst regelmäßig und über den Tag verteilt ausreichend zu essen.
  • Spontanität ist nicht möglich
    Spontan auf den Weihnachtsmarkt oder mit einer Freundin Kaffee trinken zu gehen, wird extrem schwierig, weil es deinen kompletten Kalorienplan durcheinander bringt. Angst, Isolation und noch mehr Schuldgefühle können die Folge sein.
  • Angst vor Lebensmitteln
    Du verstärkst dein Gefühl, dass du bei bestimmten Lebensmitteln die Kontrolle verlierst. Worauf hast du nach einem Tag des Verzichts abends am meisten Appetit? Wahrscheinlich auf Süßes, fettiges und energiereiches. Je hungriger du bist, desto stärker wird das Bedürfnis, diese Lebensmittel zu konsumieren. Aber du bist nicht süchtig danach oder außer Kontrolle. Dein Körper versucht lediglich, dich mit diesen Lebensmitteln am Leben zu halten. Wären sie auch tagsüber erlaubt, wäre deine Beziehung zu ihnen viel entspannter.
  • Kein Körpervertrauen
     Du lernst nicht auf deinen Körper und seine Bedürfnisse zu hören, wenn du auf seine Hungersignale mit Verboten reagierst.
  • Schlaf- und Verdauungsprobleme
    Abends ist die Verdauung weniger aktiv, da sie sich dein Körper bereits aufs Schlafen einstellt. Eine große Menge an Volumen liegt zusätzlich lange und schwer im Magen. Die am Tag so dringend benötigte Energie (zum Denken, dich von A nach B bringen etc.) kommt hingegen zu einem Zeitpunkt, an dem dein Körper sie gar nicht mehr so gut nutzen kann.

 

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