Adventskalender Challenge

Vorweihnachtszeit bedeutet für die meisten von uns auch, dass es einen Adventskalender gibt. Ein wundervolles Ritual, welches uns die Zeit bis Heiligabend versüßen soll.
Doch Kalender öffnen und Kalenderinhalt auch essen ist, gerade wenn man mit einer Essstörung kämpft, oft zweierlei. Das jedenfalls war all die Jahre in der Essstörung meine Erfahrung.
Ich hatte die tollsten Kalender mit all den schönen Dingen, die ich eigentlich so sehr mochte, aber gegessen habe ich ihn fast nie.

Von ungegessenen Weihnachtskalendern

Was habe ich meinen Überraschungseikalender geliebt!
Am ersten Tag öffnete ich meinen Kalender meist noch ganz normal, aber dann begann sich die Stimme der Essstörung einzumischen: “Ach, heute hast du doch eh keinen Appetit darauf.“ Also verschob ich das Öffnen des Türchens auf später oder hortete meine Türcheninhalte in einer Ecke meines Zimmers.

An besonderen Tagen gönnte ich mir dann den Inhalt von vier oder fünf Türchen gleichzeitig, was oft in einem Essanfall endete.
Und so saß ich zu Weihnachten dann nicht nur mit all den Süßigkeiten da, die unter dem Baum lagen, sondern auch noch mit einem Stapel ungegessener Kalenderleckereien.

Dieses Sammel- und Aufschiebeverhalten zerstörte nicht nur den Sinn dieser wundervollen Weihnachtstradition, sondern nährte vor allem meine Essstörung.

Die Challenge

Und so begann ich in meiner Recovery damit, mir eine Challenge zu stellen: Ich wollte mein Türchen jeden Tag öffnen UND den Inhalt darin auch wirklich essen. Egal ob mir die Essstörung einredete, dass ich doch gerade “keinen Appetit” darauf hatte.
Mit dieser bewussten Entscheidung merke ich erst, wie sehr die Stimme in meinem Kopf die Kontrolle hatte und nicht ich. Doch ich hatte mir ein Versprechen gegeben und dieses Commitment half mir dranzubleiben.
Der gesunde Anteil in mir akzeptierte diese Herausforderung, doch es war oft nicht leicht. Wie oft redete ich mir ein, dass ich jetzt wirklich keinen Appetit hatte… Aber jedes Nachgeben hätte den ungesunden Anteil in mir gefüttert.

In der Recovery können wir noch nicht intuitiv essen und ich wusste, dass ich nicht auf die Stimme hören durfte, wenn ich irgendwann gesund sein wollte.
Deshalb war diese Challenge für mich eine tolle Gelegenheit mein altes Muster zu unterbrechen und die Stimme der Essstörung jeden Tag herauszufordern, um so mein gesundes Ich zu stärken.

Kennst du so ein “Aufschiebeverhalten” auch von dir? Schreib mir gern deine Erfahrungen in die Kommentare 😊

Vielleicht hast du ja Lust, dir dieses Jahr auch eine kleine Challenge zu stellen und die Essstörung herauszufordern? Ich kann dir nur sagen es lohnt sich!

Und so gehts:

Öffne deinen Weihnachtskalender täglich und iss den Inhalt noch am selben Tag. Wann an diesem Tag ist egal die Hauptsache ist, dass es VOR Mitternacht passiert. 😊

Und bitte denk daran, dass du dir Leckereien und Essen nicht erst verdienen, oder sie wieder abtrainieren musst. Denn auch das würde die Essstörung füttern.

Mein Mantra beim Süßigkeiten essen war: „Was drin ist, ist drin – Essen und vergessen.“

Lass uns die Vorweihnachtszeit so schön und genussvoll machen, wie sie nur sein kann. 🥰

Gern unterstütze ich dich dabei mit diesen ungesunden Mustern zu brechen und die Essstörung zu besiegen.

 

Romy Hörbe

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